Deutschland
BOB - Bayerische Oberlandbahn - Typ LINT


Im Jahr 2020 wurden die bisher eingesetzten Fahrzeuge durch Triebzüge des Typs LINT 54 vom Hersteller Alstom ersetzt. Es wurden 31 Triebzüge bestellt. Inzwischen wird Bayerische Regiobahn (BRB) als Bezeichnung verwendet.
Letzte Änderung an dieser Seite: 2020-09-13 - 13:52:55
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Bild: brblint_cw200821v050.jpg - anklicken zum Vergrößern
Bayerische Regiobahn / Bayerische Oberlandbahn - LINT 54

Einstiegsbereich in einem der neuen Triebzüge des Typs LINT 54 vom Hersteller Alstom für die Strecken der Bayerischen Oberlandbahn (BOB), aufgenommen am 21. August 2020. Gegenüber der üblichen Ausstattung für 55 cm hohe Bahnsteige wurden in den Fahrzeugen Podeste (Kissen) eingebaut, durch die die gezeigte Fläche mit der Schmutzfangmatte nun höher liegt. In die eine Richtung führen (hier nach rechts in Richtung Führerstand) weiterhin - wie beim LINT üblich - Stufen, zum Ausgleich des Höhenunterschieds zur Fläche bei den Rollstuhlplätzen und der Toilette nun aber eine Rampe abwärts (im Bild nach links). Diese Rampe im Fußboden ist ohne Podest nicht erforderlich. Wegen der starken Neigung sind dort gelbe Streifen als Markierungen angebracht.

Foto: Claudia Kittendorf-Wolf (info@claudia-blondie-wolf.de)


Bilddatei: brblint_cw200821v050.jpg
Bild: brblint_cw200821v051.jpg - anklicken zum Vergrößern
Bayerische Regiobahn / Bayerische Oberlandbahn - LINT 54

Einstiegsverhältnisse an einem der neuen Triebzüge des Typs LINT 54 vom Hersteller Alstom für die Strecken der Bayerischen Oberlandbahn (BOB), aufgenommen an einem Bahnsteig mit 76 cm Bahnsteighöhe am 21. August 2020. Konstruktionsbedingt gibt es bei keiner Bahnsteighöhe den Niveaugleichen Einstieg nach TSI PRM. In der Folge sind bei diesen LINT - im Unterschied zu den schon in großer Stückzahl ausgelieferten Zügen des gleichen Typs - Rollstuhlfahrer bei jeder Bahnsteighöhe auf fremde Hilfe durch das Anlegen einer Rampe angewiesen. Das ist ein Rückschritt. Kanten auf unterschiedlicher Höhe können zur Stolperfalle für alle werden, Geh- und Sehbehinderte werden verunsichert.
Die Triebzüge seien norm-konform, sagt das Unternehmen BRB. Sie sind in keinem Fall barrierefrei im Sinne des Behindertengleichstellungsgesetzes (siehe §4 BGG), doch das kümmerte offenbar auch den Aufgabenträger (Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH, abgekürzt BEG) nicht.
Übrigens gibt es weitere Beteiligte: die NORD/LB Norddeutsche Landesbank und die BayernLB übernehmen gemeinsam die Finanzierung für diese 31 neuen Dieseltriebwagen. Finanzierungsnehmer ist das Luxemburger Unternehmen Alpha Trains.

Foto: Claudia Kittendorf-Wolf (info@claudia-blondie-wolf.de)


Bilddatei: brblint_cw200821v051.jpg

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